Auf der spoga+gafa 2026 in Köln – der laut Veranstalter weltgrößten Gartenmesse – dreht sich traditionell alles um Grill, Gartenmöbel und Outdoor-Lifestyle. Doch in diesem Jahr fiel in den Hallen ein Aussteller auf, der die Kategorie „Rasenpflege“ von der industriellen Seite her aufrollt: GOKO. Die Marke ist in Deutschland noch weitgehend unbekannt – und genau das soll sich ändern. Wir hatten auf der Messe die Gelegenheit, mit Lilly, Marketing Managerin bei GOKO, über die Marke, ihren Anspruch und ihr Flaggschiff zu sprechen.
Wer ist GOKO – und warum jetzt?
GOKO ist ein Hersteller aus dem Robotik-Bereich – und kein klassisches Gartengeräte-Startup. Hinter GOKO steht mit Robot++ (also quasi RobotPlusPlus) ein Unternehmen, das seit über zehn Jahren autonome Roboter für Aufgaben baut, die kaum jemand freiwillig übernimmt: das Reinigen von Hochhausfassaden, das Schrubben riesiger Schiffsrümpfe, also Arbeit in schwer zugänglichem und anspruchsvollem Gelände.
„Wir nehmen die gesamte Innovation aus zehn Jahren Robot++ und bündeln sie in GOKO“, erklärt Lilly. Aus industrieller Robotik, jahrelanger Erfahrung und KI-Technologie ist damit eine Consumer-Marke entstanden. „Spend time living, not mowing“ ist das Motto – also lieber mehr Zeit mit der Familie (oder auf Social Media, erwischt!) verbringen, statt sich um repetitive Aufgaben wie das Rasenmähen zu kümmern.
Den Mähroboter M6, das erste Consumer-Produkt der Marke, hatte ich Anfang 2026 schon auf der CES in Las Vegas gesehen.
Strategie: Europa ernst nehmen, statt schnell verkaufen
Bemerkenswert an GOKOs Auftritt in Köln ist die Haltung. Es geht ausdrücklich nicht um kurzfristige Verkäufe, sondern um den Aufbau einer nachhaltigen, lokalen Präsenz à la Roborock.
„Der europäische und besonders der deutsche Markt hat enormes Potenzial“, sagt Lilly. „Deshalb sind wir hier – und weil der deutsche Kunde Qualität wirklich zu schätzen weiß.“ Statt aber gleich drei verschiedene Mähroboter auf den Markt zu werfen, will das Unternehmen diesen zunächst detailliert sondieren und die Produkte optimieren – mit allem, was an deutschen Eigenheiten eben dazugehört; von Igel-rettenden Nachtfahrverboten bis hin zu den hiesigen Rasenbedingungen.
Genau dafür ist die spoga+gafa der richtige Ort: Hier trifft GOKO nicht nur Medien wie inside digital, sondern spricht auch direkt mit den Kundinnen und Kunden. Ein Messeauftritt als Zuhör-Termin, nicht als reine Verkaufsbühne, das sieht man auch nicht alle Tage.
GOKO M6, ein Rasenmäher gewordener Cybertruck
Kernstück des Standes war der M6, ein – klar – KI-gesteuerter Mähroboter, der sich bewusst von den handelsüblichen Rasenrobotern abheben soll, und das nicht nur durch das außergewöhnliche Design. Die wichtigsten Punkte, die Lilly hervorhob:
Mobilität, Steigfähigkeit und Fläche
Der M6 gehört zu den Allrad-Mährobotern, nimmt enge Kurven problemlos und bewältigt Steigungen von bis zu 42 Grad. Das entspricht rund 90 Prozent Gefälle und ist ein Wert, an dem viele Consumer-Mähroboter scheitern. Außerdem schafft der Mäher bis zu 8.000 Quadratmeter pro Tag. Das geht weit über typische Privatgärten hinaus und macht den Roboter auch für die Insel deines Lieblingsschurken interessant.
KI-gestützte Hinderniserkennung
Vier KI-Kameras, zwei vorn, zwei seitlich, überwachen die Umgebung. Trifft der M6 auf Hindernisse wie Spielzeug oder kleine Tiere im Garten, weicht er aus, ohne den Mähvorgang zu unterbrechen. „Andere Produkte stoppen beim Ausweichen – unser M6 nicht“, betont Lilly. Genau dieses unterbrechungsfreie Arbeiten ist einer der praktischen Vorteile im Alltag.
Zwei verschiedene Messersysteme
Der GOKO M6 hat zwei verschiedene Schnittwerkzeuge: Für den täglichen Einsatz kommen die Mähroboter-üblichen Rasierklingen zum Einsatz, die das Gras sauber schneiden. Für schwierigeres, robusteres Gelände gibt es zusätzlich noch Mulchklingen. Mit dem Wechselsystem lässt sich der M6 an unterschiedliche Rasen- und Bodenbedingungen anpassen.
Mehr als Mähen: der X5 für den professionellen Einsatz
Neben dem M6 zeigte GOKO in Köln auch den X5, einen ferngesteuerten, hybriden Mäher für den kommerziellen Einsatz. Der X5 kann nicht nur mähen, sondern über verschiedenes Zubehör ebenso Schnee räumen und Lasten ziehen. GOKO möchte die Robotik-Plattform langfristig zu einem vielseitigen Outdoor-Arbeitsgerät hin entwickeln und sich nicht nur auf Mähroboter beschränken.
Wo steht GOKO in drei Jahren?
Vor dem M6 stehend, formulierte Lilly die Vision klar: In den nächsten drei Jahren will sich GOKO als vertrauenswürdige Robotik-Marke im Outdoor-Living-Markt etablieren. Die langfristige Perspektive ist breiter angelegt – GOKO will das Portfolio erweitern und in intelligente Technologie investieren, welche die Arbeit im Freien sicherer, einfacher und effizienter macht.
Das Ziel: eine Marke, die Konsumenten mit Qualität, Innovation und Lebensqualität verbinden. Oder, um noch einmal auf den Slogan zurückzukommen: Spend time living, not mowing.
Bezahlte Kooperation mit GOKO. Redaktionelle Auswahl und Bewertung erfolgen unabhängig durch unsere Redaktion.
